WARUM "FÜR MEIN ALTER GUT" DAS FALSCHE ZIEL IST
Mein Doppelpartner ist 27. Ich bin 52. Letzten Monat meinte er nach dem Match, nett gemeint: "Stark gespielt — für dein Alter."
Es war als Kompliment gemeint. Ich hab trotzdem die ganze Fahrt nach Hause darüber nachgedacht. Nicht, weil ich mich alt fühle. Sondern weil ich gemerkt habe: Ich hatte angefangen, mich selbst so zu bewerten.
Ich spiele seit gut anderthalb Jahren Padel, seit der Sport hier so richtig losging — davor über zwanzig Jahre Tennis. Die ersten Monate war Alter kein Thema, ich hab einfach gespielt, gegen wen auch immer.
Irgendwann, schleichend, kam der Vergleich dazu. Nicht, weil ich schlechter geworden bin. Sondern weil die Anforderung an meinen Körper dieselbe geblieben ist, während die Erholung zwischen den Matches spürbar länger dauert als noch beim Tennis vor fünf Jahren.
Das Ergebnis: Im dritten Satz gegen jüngere Gegner merke ich den Unterschied zuerst in den Beinen, dann im Kopf. Und irgendwann fängt man an, sich selbst mit "für mein Alter" zu bewerten — statt einfach danach, wie man spielt.
Der Unterschied ist nicht Talent — er ist, was mit den Jahren tatsächlich nachlässt
Was mit zunehmendem Alter tatsächlich messbar nachlässt, ist nicht die Spielintelligenz — es ist die körperliche Basis: Muskelfunktion, Erholungsgeschwindigkeit, strukturelle Belastbarkeit von Sehnen und Bändern. Genau die drei Dinge, die bei abrupten Stopps und Richtungswechseln im Padel gefordert werden — noch mehr als beim Tennis, wo der Court größer und die Ballwechsel länger sind.
Die gute Nachricht: Das sind genau die Bereiche, die sich gezielt unterstützen lassen — nicht umkehren, aber spürbar stabiler halten, als wenn man nichts tut.
Was ich vorher versucht hatte, um "mitzuhalten":
Mehr trainieren, um die Lücke wettzumachen? Ohne die richtige Erholung dazu eher ein Risiko als eine Lösung.
Einfach akzeptieren, dass es normal ist? Fühlt sich nach Aufgeben an, nicht nach Realismus.
Irgendein Multivitamin aus der Drogerie? Generisch gedacht, nicht für die spezifische Belastung im Padel.
Letzten Dienstag, wieder gegen meinen 27-jährigen Partner
Kein Kompliment über mein Alter diesmal. Nur ein normales Match, in dem die Beine im dritten Satz noch mitgezogen haben.
Ich werde nicht jünger — darum geht's auch nicht. Aber ich will nicht in eine Kategorie einsortiert werden, nur weil ich aufgehört habe, aktiv etwas für meine körperliche Basis zu tun.
Beim letzten Match gegen meinen 27-jährigen Partner kam danach kein ‚stark für dein Alter‘. Wir haben einfach darüber gesprochen, warum wir den zweiten Satz abgegeben haben. Genau so wollte ich wieder bewertet werden.— Gunter R., Padelspieler und langjähriger Tennisspieler
Für wen das gedacht ist — und für wen nicht
Wenn's dir egal ist, ob du im dritten Satz gegen jüngere Gegner abbaust — brauchst du das nicht.
Wenn du aber nicht bereit bist, "für dein Alter" als Maßstab zu akzeptieren — dann lohnt sich der Wechsel von generischen Präparaten zu etwas, das für genau diese Belastung gebaut ist.
Anzeige. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Genannte Wirkungen beziehen sich auf zugelassene Health Claims (Kreatin, Magnesium). Individuelle Ergebnisse können variieren. Enthält Fisch (Kollagen).