WARUM EINE ZERRUNG MIT 52 ETWAS ANDERES BEDEUTET ALS MIT 25
Vor sechs Wochen hab ich mir beim Ausfallschritt die Wade gezerrt. Die Verletzung war in zehn Tagen verheilt. Die Pause hat mich sechs Wochen gekostet.
Wer seinen Körper seit Jahrzehnten im Sport fordert, kennt den Unterschied: Es ist nicht mehr die Verletzung selbst, die Angst macht. Es ist die Unsicherheit danach — traue ich mich wieder ran, oder werde ich vorsichtig, verkrampft, ein Schatten meines alten Spiels?
Ich spiele seit gut anderthalb Jahren Padel — davor über zwanzig Jahre Tennis, zweimal die Woche, mein ganzes Erwachsenenleben lang. Die Zerrung war nichts Dramatisches — ein unglücklicher Ausfallschritt, wie er jedem passiert, der abrupte Richtungswechsel gewohnt ist.
Aber während mein Doppelpartner mit Anfang 30 nach einer Woche wieder auf dem Platz stand, hat es bei mir sechs gedauert. Nicht wegen der Wade — die war schnell wieder gut. Sondern weil ich vorsichtig geworden bin. Jeder Ausfallschritt danach fühlte sich wie ein Risiko an.
Das ist der Teil, über den niemand spricht: Mit den Jahren wird nicht nur die Heilung langsamer. Das Vertrauen in den eigenen Körper kommt langsamer zurück als die Verletzung selbst verheilt.
Padel ist kein Sport, bei dem "irgendein" Gelenk-Supplement reicht
Eine systematische Übersichtsarbeit im BMJ Open Sport & Exercise Medicine hat sich das genauer angeschaut: Bei Padel-Spielern liegt die Verletzungsprävalenz je nach Studie zwischen 40 und 95 Prozent — mit dem Ellbogen als häufigster Stelle, aber Sehnen und Bänder generell stark beansprucht durch die abrupten Stopps auf engem Raum. Für jemanden, der von Tennis kommt: die Beanspruchung ist verwandt, aber die Stopp-Start-Frequenz auf dem kleineren Court ist spürbar höher.
Das Problem an klassischem Glucosamin: Es wurde nicht für diese Art Belastung entwickelt. Es hilft bei generellem Gelenkverschleiß, sagt aber nichts über die strukturelle Basis — Sehnen, Bänder, Knorpel —, die bei abrupten Richtungswechseln wirklich gefordert wird.
Was ich vorher probiert hatte, bevor ich verstanden habe, worauf es ankommt:
Klassisches Glucosamin? Für generellen Gelenkverschleiß gedacht, nicht für die spezifische Sehnen-Belastung im Padel.
Nach der Verletzung einfach mehr Physio? Hilft bei der akuten Heilung, baut aber keine strukturelle Reserve für die Zukunft auf.
Vorsichtiger spielen? Schützt kurzfristig — aber ein Spiel, bei dem man sich ständig zurückhält, ist auch nicht mehr das Spiel, das man liebt.
Sechs Wochen später
Ich spiele wieder normal — nicht vorsichtig, nicht geschont. Das lässt sich schwer beweisen, aber es lässt sich spüren: der Ausfallschritt, vor dem ich mich wochenlang gedrückt hatte, ist wieder einfach ein Ausfallschritt.
Ob die nächste Zerrung dadurch ausbleibt, weiß ich nicht — das verspricht auch niemand seriös. Aber die strukturelle Basis, die ich vorher nie gezielt versorgt hatte, versorge ich jetzt.
Sechs Wochen lang war jeder schnelle Richtungswechsel mit einer Frage verbunden: Hält die Wade? Heute ist ein Ausfallschritt wieder einfach ein Ausfallschritt. Genau dieses Vertrauen wollte ich zurück.— Gunter R., Padelspieler und langjähriger Tennisspieler
Für wen das gedacht ist — und für wen nicht
Wenn's dir egal ist, wie belastbar deine Sehnen und Bänder in ein paar Jahren noch sind — brauchst du das nicht.
Wenn du aber deinem Körper etwas zurückgeben willst für das, was du ihm über Jahrzehnte Sport abverlangst — ob mit oder ohne bisherige Verletzung — dann lohnt sich der Wechsel von generischen Gelenk-Präparaten zu etwas, das für die spezifische Belastung im Padel gebaut ist.
Anzeige. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Genannte Wirkungen beziehen sich auf zugelassene Health Claims (Kreatin, Magnesium). Individuelle Ergebnisse können variieren. Enthält Fisch (Kollagen). Sportwissenschaftliche Einordnungen basieren auf öffentlich zugänglicher Fachliteratur zu Padel-Verletzungsprävalenz.